Killerspiele

Posted by Luis von Bernus | Allgemeines | Donnerstag 2 Juli 2009 08:32

Zur mehr oder weniger aktuellen Killerspielverbotdebatte:
Auf Maniac.de findet sich ein interessanter Leserbrief von jemandem, der selbst fast einen Amoklauf gemacht hätte. Ich verstehe einfach die Logik Ich-spiele-Egoshooter-und-beschließe-aus-heiterem-Himmel-meine-Klasse-umzunieten nicht. Möglicherweise hat die Piratenpartei ja recht?

Gesellschaftliche Gemeinsamkeiten der Täter wie soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Perspektivlosigkeit werden unter den Tisch gekehrt – mit welcher kurzfristig umsetzbaren und nahezu kostenfreien Gesetzesänderung könnte man hier auch Wählerstimmen gewinnen?

Der entsorgte Vater

Posted by Luis von Bernus | Allgemeines | Freitag 29 Mai 2009 14:24

Hab gerade von einem interessanten Film zur Scheidungskinder-/Väterproblematik gelesen, der demnächst in die Kinos kommt: Der entsorgte Vater. Ich bin gespannt.

Das Recht auf Kinder?

Posted by Luis von Bernus | Allgemeines | Dienstag 12 Mai 2009 21:53

In der englischen Wikipedia findet sich einArtikel zu einem sehr interessanten Gerichtsprozess. Natallie Evans hat vor einer Krebsbehandlung, die sie unfruchtbar werden ließ, mit dem Sperma ihres Verlobten Embryonen machen und einfrieren lassen, die sie nach der Behandlung austragen wollte. Bevor sie das konnte, haben sich die beiden getrennt und ihr mittlerweile Ex hat die Klinik angewiesen, die Embryonen zu vernichten. Dagegen setzte Natallie Evans sich erfolglos zur Wehr. Ich verstehe natürlich, dass das Bitter ist, wenn man weiß, dass da die einzige Chance, Kinder zu bekommen, vernichtet wird. Aber ich verstehe auch den Mann: Ich habe auch ganz gern Kontrolle darüber, mit wem ich wann ein Kind in die Welt setze.

Kultur als Liebe der Männer zu Frauen

Posted by Luis von Bernus | Männerbild | Montag 11 Mai 2009 21:32

Der Herr von Gedankenrausch hat einen sehr interessanten Artikel geschrieben, warum Kultur ein Ergebnis der Liebe von Frauen zu Männern ist. Würde erklären, warum ich vergleichsweise wenige Bands mit weiblichen Songwritern in meiner Playlist habe.
Da mag durchaus etwas dran sein, vor allem, da sich ein großer Teil der Kultur um das Thema Männer und Frauen dreht. Aber ob das alles ist? Und wie erklärt man dann die weiblichen Kulturschaffenden.

Warren Farrell – Why men are the way they are

Posted by Luis von Bernus | Bücher | Sonntag 10 Mai 2009 21:11

Das Buch habe ich gerade gelesen. Kann ich nur jedem weiterempfehlen. Der Autor schildert in diesem Buch seine Schlüsse aus der Arbeit mit über 100000 Frauen und Männern in Frauen- und Männergruppen.

Farrell führt die Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf die Sozialisation zuräck. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob es da nicht auch biologische Komponenten gibt, gehe aber zumindest davon aus, dass der Großteil unseres Verhaltens nicht von den Genen bestimmt ist. Allerdings ignoriert er wissenschaftliche Erkenntnisse, wie den höheren Testosterongehalt von Männern, Versuche, die zeigen, dass Testosteron agressiv und selbstbewusst macht und nicht zuletzt die Ergebnisse der Tests von Verhütungsmitteln, die sich hormonell bedingt ebenfalls sehr stark auf die Verhaltensweisen der Männer auswirkten. Zumindest letzteres ist erklärbar, da das Buch von 1986 ist und die Versuche weniger als 5 Jahre zurückliegen.

Das ist auch generell das Problem: Viele Dinge, die er schreibt entsprechen nicht meinen Erfahrungen. Allerdings ist das Buch jetzt 20 Jahre alt und beschreibt die Kultur eines anderen Landes. Auch wenn der Unterschied nicht riesig ist, haben wir doch nicht diese formelle Datingkultur der Amerikaner. Insofern ist das Buch in besonderem Maße ein Buch zum selbstdenken.